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ExWoSt Forschungsprojekt "Risikoabschätzung der zukünftigen Klimafolgen in der Immobilien- und Wohnungswirtschaft (ImmoRisk)"

ImmoRisk-Werkzeug/Tool

Im Forschungsvorhaben ImmoRisk wurden seit 2011 verfügbare Datengrundlagen zu Wetterextremen und Schadensausmaßen in einem funktionalen Zusammenhang modelliert und mit dem nun vorliegenden ImmoRisk-Tool zu einem handhabbarem Werkzeug entwickelt, in dem punktuell an 15 Standorten eine Risikoabschätzung von Klimafolgen für Immobilieneigentümer möglich wird.

Extremwetterereignisse stellen sowohl eine Gefahr für Standorte, Bauwerke insgesamt, als auch für einzelne Bauteile dar, was einerseits zu Einschränkungen der Nutzbarkeit führen kann, andererseits aber auch infolge gestiegener Versicherungskosten mit einer Investitionsverteuerung verbunden ist (respektive mit einer Verschlechterung der Rendite auf das eingesetzt Kapital). Diesen Gefahren ist gemeinsam, dass der Standort eine entscheidende Rolle bei der Adaptation in Bezug auf eine bestimmte Klimafolge spielt. Selbstverständlich können bauliche Veränderungen/Anpassungen im Zuge des Risikomanagements das Ausmaß der Schädigung reduzieren, was jedoch wiederum mit zusätzlichen Kosten für den Eigentümer der Immobilie verbunden ist. Im Kern fehlt es den Akteuren der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft an fundierten Informationen zur Risikoidentifizierung, -analyse und -bewertung von Klimafolgen, die sie in ihren Entscheidungen wie der Objektauswahl oder der Projektentwicklung sowie dem Investitionsverhalten insgesamt unterstützen könnten.

Zielsetzung

Ziel des ImmoRisk-Werkzeugs ist die Quantifizierung gegenwärtiger und zukünftiger Klimarisiken auf der Ebene einzelner Immobilien, dessen Output die Immobilieneigentümer der zehn Pilotstandorte von ImmoKlima sowie fünf weiteren relevanten von Klimarisiken stark betroffen Standorten zu ihrer eigenen Risikoabschätzung verwenden können. Die Anwender können ihr Risikomanagement damit zusammenfassend für mehrere Naturrisiken kalkulieren und dabei auch mögliche zukünftige Veränderungen der Gefährdungssituation in die Betrachtung einbeziehen. Darüber hinaus soll eine Konzeption zur Entwicklung eines Geoinformationssystems (GIS-ImmoRisk) entwickelt werden. Dieses GIS-ImmoRisk soll Immobilieneigentümer dabei unterstützen, in der Praxis zukünftige Klimarisiken für ihre Standorte und Immobilienbestände bewerten und managen zu können.

Hier geht es zum ImmoRisk Werkzeug/Tool

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